Kieferorthopädie

Einleitung

Schöne und gerade stehende Zähne sind attraktiv und symbolisieren Gesundheit und Lebensfreude. Sie ermöglichen eine optimale Kaufunktion und lassen sich leichter sauber halten. Nicht alle Menschen verdanken der Natur ein perfektes Gebiss. Dennoch sind schiefe Zähne auch bei Erwachsenen kein Schicksal mehr! Die moderne Kieferorthopädie kennt vielfältige Möglichkeiten einer korrigierenden Behandlung auch nach der Wachstumsphase.

Folgen von Zahnbewegungen

Zähne sind ein dynamisches System: So kann der Durchbruchsdruck eines Weisheitszahnes zu Veränderungen führen. Die Zähne stehen dann zu eng beieinander oder gegeneinander verschachtelt. Sie sind schwer sauber zu halten. Bei einem frühzeitigen Zahnverlust kippen nicht nur die Nachbarzähne in die entstandene Lücke. Auch der Zahn im anderen Kiefer – der sogenannte Antagonist – wächst in den Gegenkiefer hinein. Eine kieferorthopädische Behandlung kann bereits gekippte Zähne wieder aufrichten. Diese können dann optimal als Brückenpfeiler für die Lückenschließung dienen. Einzelne Zähne lassen sich – als Vorbereitung einer prothetischen Versorgung – sogar umsetzen (Transplantation). Unbehandelte Zahnfehlstellungen hingegen bewirken einseitige Belastungen des Kiefers und verursachen Knirschen und Kiefergelenksbeschwerden.

Ablauf einer Behandlung

Zuerst stellt der Kieferorthopäde einen Behandlungsplan auf. Hierzu sind umfangreiche Analysen nötig:

– Abdrücke der Kiefer
– Fernröntgenaufnahmen
– Fotoanalyse sowie
– eine klinische Funktionsanalyse

Die Befunde geben Aufschluß über die Lage der Kiefer und der Zähne zueinander sowie den Schweregrad der Fehlstellung. Regelmäßige Gipsabformungen während der kieferorthopädischen Maßnahme dokumentieren den Behandlungsfortschritt. Des weiteren führt der Behandlungsplan einzelne Therapieschritte und Methoden auf. Hier wird je nach Art der Zahnbewegung – ob kippend oder körperlich – zwischen festsitzenden und herausnehmbaren Behandlungsgeräten unterschieden.

Festsitzende „Spangen“

Sie bestehen aus ringförmigen Bändern mit aufgeschweißten Schlössern (Brackets) und Röhrchen, die direkt auf die Zähne aufgeklebt werden. Diese Brackets können auch aus Keramik oder durchsichtigem Kunststoff angefertigt sein. Mit eingeklinkten Drähten, Federn oder Gummizügen lassen sich komplizierte Einzelzahnbewegungen vornehmen. Das kontinuierliche Tragen bewirkt im Vergleich zu herausnehmbaren „Spangen“ eine Verkürzung der Behandlungszeit. Das Sprechen ist nicht beeinträchtigt.

Herausnehmbare Apparaturen

Dies sind individuell hergestellte Kunststoffplatten, die durch von außen kaum sichtbare Drahtklammern an den Zähnen gehalten werden. Ein zu enger Kiefer kann damit geweitet, vorstehende, einzelne Zähne in die Zahnreihe wieder eingeordnet werden. Gekippte Zähne lassen sich wieder aufrichten. Das Herausnehmen dieser Platten erleichtert die Zahnpflege.
Die kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen muß immer langfristig angelegt werden. Dabei fördert Ihre konsequente Mitarbeit den Behandlungserfolg. Regelmäßige Kontrollbesuche bei uns und dem Kieferorthopäden sind unverzichtbar. Schöne Zähne und ein strahlendes Lächeln nach der Behandlung werden Sie belohnen.

Pflege und Kontrolle

An den Drahtklammern der Brackets setzen sich leicht Speisereste und Zahnbeläge ab. Daher ist eine äußerst intensive Mundhygiene sehr wichtig. Wir erklären Ihnen in einer speziellen Prophylaxestunde gerne, welche besonderen Zahnpflege-Hilfsmittel geeignet sind.