Kinderbehandlungen

Die meisten Kinder und auch viele Erwachsene haben Angst vor dem Zahnarzt. Bedenklich wird es jedoch, wenn dadurch notwendige Kontrollen oder Behandlungen aufgeschoben werden oder ganz unterbleiben. Mit unserer Homepage bieten wir Ihnen Informationen an, die Sie zur Vorbereitung Ihres Besuch mit Ihrem Kind nutzen könnten. Desweiteren erläutern wir häufig gestellte Fragen, die sich um die Zahnbehandlung eines Kindes ranken.

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Anna N. (9 Jahre) — Beispiel positiver Einstellung

Machen Sie die Zähne vorher zum Thema

Sprechen Sie mit Ihrem Kind öfter einmal über seine Zähne. Erklären Sie ihm spielerisch mit einfachen, verständlichen und überzeugenden Worten:

  • wie Karies entsteht und was man dagegen tun kann
  • warum man gerade Milchzähne regelmäßig und richtig pflegen muss
  • weshalb der Zahnarzt auch bei Kindern regelmäßig die Zähne nachsehen soll

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Bevor Ihr Kind zum ersten Mal untersucht wird, nehmen Sie es am besten mehrmals zum Zuschauen zu Ihrer eigenen Behandlung mit – allerdings nur, wenn diese kurz und problemlos ist. Dadurch lernt Ihr Kind die „Atmosphäre“ schon einmal kennen. Mit kleinen Taschenspiegeln lässt sich auch zu Hause richtig spannend Zahnarzt spielen. Lassen Sie sich dabei im Spiel ruhig einmal die Zähne „untersuchen“.

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Anna S. (9 Jahre)

Informieren Sie uns über den ersten Besuch

Wenn Ihr Kind dann zum ersten Mal selbst auf dem Behandlungsstuhl sitzt, sollten Sie uns vorher darüber informieren. Wir planen dann einen längeren Termin ein und nehmen uns Zeit, den Ablauf und die Geräte vorher genau zu erklären. Dies schafft die notwendige Vertrauensbasis zwischen Ihrem Kind und uns.

Sagen Sie die Wahrheit

Erzählen Sie Ihrem Kind nicht, dass es Schmerzen haben wird – aber sagen Sie ihm auch nicht, dass es „bestimmt nicht weh tut“. Sonst wird Ihr Kind bereits bei geringen Schmerzen negativ überrascht sein und sowohl Ihnen als auch uns nichts mehr glauben. Sagen Sie ihm ruhig, dass der Zahnarzt bohren muss, wenn er einen kranken Zahn findet, und bereiten Sie es auf die damit verbundenen ungewohnten Geräusche und Empfindungen vor. Da die Behandlung von Kindern heute grundsätzlich schmerzlos erfolgen sollte, kann der Zahnarzt den Zahn „einschlafen“ lassen.

Beeinflussen Sie Ihr Kind so wenig wie möglich

Kinder haben ein sehr feines Gespür für die Stimmungen ihrer Eltern. Ihr Kind wird merken, wenn Sie nervös sind, und dann Angst bekommen. Seien Sie also ruhig und gelassen und beeinflussen Sie Ihr Kind so wenig wie möglich. Manchmal ist es sogar besser, während der Behandlung ins Wartezimmer zurückzugehen. Ihr Kind kommt mit dem Zahnarzt und seinen Helferinnen oft besser zurecht, als Sie meinen.

Geduld und Verständnis

Auch wenn Ihr Kind die Praxis und den Zahnarzt kennt, kann es plötzlich Angst bekommen, wenn es auf dem Behandlungsstuhl sitzt. Das Hineingreifen in den Mund durch einen anderen Menschen ist ungewohnt und löst Ängste aus. Zeigen Sie Verständnis für die Situation Ihres Kindes und versuchen Sie es lieber zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.

Besser ein ehrliches Lob als Geschenke

Ein ehrliches Lob für die Tapferkeit Ihres Kindes wiegt mehr als jedes Versprechen von Geschenken. Machen Sie die Vorsorge gegen Karies zu einem „ganz großen Abenteuer“ für Ihr Kind und sagen Sie ihm immer wieder, wie und warum es „Sieger“ sein muss.